Gemeinde Flims

Geschichte, Fakten und Zahlen

Am Anfang stand die Idee der Gemeinde Flims, eine neue (Weihnachts-) Beleuchtung zu schaffen, die energetisch und ökologisch sinnvoll ist. Die Lichtkünstler Ueli Binggeli und Remo Arpagaus legten im Jahr 2004 einen von Verena Naegele verfassten, umfangreichen „Plan lumière“ vor, der vielfältige Möglichkeiten für einen „Flimser Lichterpfad“ als „poetischen Event“ anbot und bei den Gemeindeverantwortlichen grosse Resonanz fand. Die vorgeschlagenen Illuminationen sollten sich durch ganz Flims ziehen und verschiedene Lebens- und Begegnungsräume umfassen.

Kernstück des „Plan Lumière“ bildete die Idee, die damals im Bereich der Öffentlichen Beleuchtung noch in Entwicklung stehenden neuen LED- Leuchtmittel (Licht emittierende Dioden) zu verwenden. Im März 2005 wurde die Flims Electric AG, eine Tochterunternehmung der Gemeinde Flims, mit der Gesamtprojektleitung und Umsetzung der von den Künstlern geplanten Konstruktionen beauftragt. Bereits am 10. Dezember 2005 konnte Flimslicht in einer Erst-Entzündungsfeier der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Über 1'000 Schaulustige erlebten, wie die ersten Illuminationen ihr zauberhaftes Licht entfalteten.

Auch Flimslicht, blieb von den Entwicklungs- Problemen der neuen LED- Leuchtmittel (Licht emittierende Dioden) nicht verschont; doch der Wille zum Erfolg hat das Projektteam stetig weitergetrieben. Im 2006 konnte mit der renommierten Firma IMS aus Winterthur ein zuverlässiger Partner gefunden werden, welcher die hohen Qualitäts- und Technologieansprüche von Flimslicht erfüllt. Damit gelang es, die für ein Pionierprojekt dieses Kalibers unumgänglichen Kinderkrankheiten auszumerzen. Darüber hinaus wurde in der Saison 2007/2008 die Anzahl der Stelen von 15 auf 18 Stück erhöht, um an der Strasse eine grössere Kontinuität im künstlerischen Design zu erhalten. Dazu kamen mit der Megastele in Vallorca und dem spielerischen Weihnachtsbaum in Flims Waldhaus zwei neue Illuminationen.

Die Ansteuerung aller Objekte von Flimslicht erfolgt via Internet über ein leistungsstarkes Computersystem. Zwei Rechner mischen dabei kontinuierlich die vordefinierten Lichtstimmungen. So können die weit über 10'000 LED’s in Farbe und Intensität bis zu 25 mal pro Sekunde individuell verändert werden. Dies ermöglicht uns, Stimmungen zu erzeugen, welche auf die natürliche Dynamik der Jahreszeiten, spezielle Jahrestage und die Gefühlszustände der Bevölkerung abgestimmt sind. Das künstlerische Gesamtkonzept, die fast vollständig auf Unikaten basierenden Eigenkonstruktionen und die verwendete Steuertechnologie bilden dabei die eigentliche Innovation.

Die Flexibilität der LED Lichttechnik und das umfassende Konzept des „Plan Lumière“ ermöglichen einen weiteren sinnvollen Ausbau von Flimslicht. In der Saison 2008/2009 konzentrieren sich die beteiligten Institutionen auf die weitere Konsolidierung. Dazu gehört die Gründung eines Steuerungsausschusses und ein Aktivitätsschwerpunkt in der Kommunikation: Installation einer Homepage, Ausrichtung kleiner Veranstaltungen, Vereinheitlichung des Lichtdesigns, Herstellung eines Videoclips. Der Steuerungsausschuss hat eine langfristige Planung eingeleitet, sodass laufend weitere spannende Neuigkeiten folgen werden.